Zeit, bis eine nach Druck blasse Hautstelle wieder ihre Farbe annimmt. Sie hilft bei der Kreislaufbeurteilung; Temperatur und Messbedingungen beeinflussen sie.
HF und AF werden pro Minute angegeben. SpO₂ wird mit dem Pulsoximeter geschätzt und in Prozent angezeigt. Sie beschreibt nicht die Durchblutung der Niere.
Flüssigkeitsvolumen, das beide Nieren zusammen pro Minute aus dem Blutplasma in den Primärharn filtern. GFR ist keine Urinmenge. Im Labor findet sich häufig eine Angabe bezogen auf 1,73 m² Körperoberfläche.
Das e steht für estimated, also geschätzt. Meist werden dafür Blutwerte genutzt. Bei rasch verändertem Kreatinin ist eine übliche Schätzformel keine unmittelbare Messung der aktuellen Funktion.
Die afferente Arteriole bringt Blut zum Glomerulus, die efferente führt es weg. Eine Arteriole ist eine kleine Arterie. Beide beeinflussen den Filtrationsdruck.
Antidiuretisch bedeutet: der Wasserausscheidung entgegenwirkend. ADH wird im Gehirn gebildet und über den Hypophysenhinterlappen freigesetzt. Es erhöht unter anderem die Wasserdurchlässigkeit des Sammelrohrs.
Angiotensin-konvertierendes Enzym / dessen Hemmung
ACE wirkt an der Bildung von Angiotensin II mit. Ein ACE-Hemmer wie Ramipril vermindert diese Wirkung. Bei Volumenmangel kann dadurch weniger Druck am Nierenfilter erhalten bleiben.
Vereinfacht für diesen Fall: Prostaglandine unterstützen die Weite des Zuflusses; Angiotensin II kann den Widerstand am Abfluss erhöhen. Diese Regelung kann Volumenmangel nicht unbegrenzt ausgleichen.
Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen. Sie hemmen die Prostaglandinbildung. Bei Volumenmangel kann damit eine schützende Gegenregulation der Nierendurchblutung fehlen.
Akute Nierenschädigung / internationale Fachorganisation
AKI heißt acute kidney injury. KDIGO bedeutet Kidney Disease: Improving Global Outcomes. Die AKI-Kriterien nutzen zeitabhängige Veränderungen von Kreatinin oder Urinmenge; die Ursache muss gesondert geklärt werden.
Prärenal: Problem der wirksamen Blutversorgung. Intrarenal: Problem im Nierengewebe. Postrenal: behindert abfließender Urin. Ursachen können gleichzeitig vorliegen.
Kalium ist wichtig für die elektrische Erregbarkeit von Zellen. Eine schwere Erhöhung kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Ab 6,5 mmol/l wird sie als schwer eingeordnet.
EKG heißt Elektrokardiogramm. Der QRS-Komplex zeigt die Erregungsausbreitung in den Kammern; die T-Welle ihre elektrische Erholung. Das EKG misst keinen Kaliumwert.
BGA untersucht den Säure-Basen-Haushalt und Blutgase. POC bedeutet Messung am Versorgungsort. Je nach Gerät werden zusätzlich etwa Elektrolyte und Glukose erfasst.
Ein niedrigerer pH bedeutet mehr Säurewirkung. Bicarbonat puffert Säure. pCO₂ beschreibt den Druckanteil des Kohlendioxids; die Atmung beeinflusst seinen Wert.
Säurezunahme oder Bicarbonatverlust können eine metabolische Azidose verursachen. Mehr CO₂-Abatmung kann gegensteuern. Kompensation beseitigt nicht automatisch die Ursache.
Geschieht das in der Probe, kann Kalium aus den Zellen freigesetzt und der gemessene Wert verfälscht werden. Befund, Messqualität und klinischen Zustand gemeinsam beurteilen.
Ein Kaliumshift verschiebt Kalium in Zellen; es bleibt im Körper. Elimination entfernt Kalium aus dem Körper. Dialyse kann bei entsprechender Indikation Stoffe aus dem Blut entfernen.
Beispiel Salbutamol: Es kann die Aufnahme von Kalium in Zellen fördern. In der Hyperkaliämietherapie ist es eine ergänzende Maßnahme nach Behandlungsalgorithmus.
Insulin kann neben Kalium auch den Blutzucker senken. Deshalb sind nach Insulin/Glukose wiederholte Kontrollen nötig, auch wenn zunächst Glukose mitgegeben wurde.
Situation · Background (Hintergrund) · Assessment (Beurteilung) · Recommendation (Empfehlung). Dazu gehören bei Alex offene Kontrollaufträge mit klarer Zuständigkeit.